Heimat- und Verkehrsverein Donsbrüggen

Der Heimat- & Verkehrsverein e.V. 1969 Dönsbrüggen stellt sich vor:

 

Wie alles begann 

Im Jahre 1969 ging die erste "Neugliederungswelle" über das Klever Land hinweg. Aus damals über 50 (!) Städten und Gemeinden wurden am 01.07.1969 sechs neue Kommunalgebilde, die Städte Kleve, Goch und Kalkar und die Gemeinden Uedem, Bedburg-Hau und Kranenburg in dem ehemaligen Kreis Kleve gebildet.


In den Dörfern, die damals fast ausnahmslos selbständige Gemeinden waren, kam allenthalben große Sorge auf; man befürchtete eine Dezimierung der Eigenständigkeit der Dörfer durch die kommunale Neugliederung. Daher wurden zahlreiche "Heimatvereine" hier am Niederrhein in's Leben gerufen, deren Aufgabe es sein sollte, die Eigenständigkeit des Dorfes zu wahren. Hinzukam, daß durch den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", der erstmals 1969 durch das Land Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben wurde, die Dorfgemeinschaften besonders gefördert wurden.

Von diesem Gedanken beseelt haben Mitglieder des damaligen Rates der Gemeinde Donsbrüggen die Bürger zusammengerufen und es wurde 1969 einmütig der "Heimatverein Donsbrüggen" gegründet, der 2 Jahre später in "Heimat- und Verkehr verein Donsbrüggen e.V." umbenannt wurde.

Das Dorf Donsbrüggen hatte dabei eine gute Ausgangsposition. Eimal war das Dorf durch die bauliche Aufschließung der Donsbrügger Heide mittels zweier Bebauungspläne zu einem begehrten Wohnplatz geworden, zum anderen konnte Donsbrüggen mit seiner einmaligen landschaftlichen Lage am Nordhang des Klever Höhenrückens (Tiergartenwald) aufwarten. Hinzukamen gute Anlagen und Einrichtungen für den Gemeinbedarf.

Es stellten sich alsbald auch beachtliche Erfolge ein: Bereits 1971 konnte in dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Landesebene eine Bronzemedaille errungen werden. Es folgten weitere Höhepunkte, so z.B. im Jahre 1973 Silbermedaille, 1975 Bronzemedaille, 1979 Silbermedaille und 1981 Bronzemedaille. Die soziale und technische Infrastruktur sowie die Grüngestaltung des Dorfes wurde ständig verbessert.

Schon längst hatte sich deutlich gezeigt, daß die anfänglichen Sorgen bei der kommunalen Neugliederung 1969 unbegründet waren: Rat und Verwaltung der Stadt Kleve haben sich von Beginn an tatkräftig für ihre Dörfer eingesetzt.

Eine "Sternstunde" für Donsbrüggen war der Ausbau des wunderschönen Dorfplatzes "an der Kämp" 1988, mit der Errichtung einer Grillhütte im Jahre 1990 durch den Heimat- und Verkehrsverein. Im Jahre 1991 wurde in der Nähe der Grillhütte wiederum durch Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins eine moderne Toilettenanlage erstellt.

Ein weiteres Vorhaben konnte 2000 verwirklicht werden, der Bau eines grossen Musik-Pavillons auf dem Dorfplatz. Das benötigte Material im Werte von rd. 40.000,00 DM konnte durch Spenden beschafft werden, die manuellen Arbeiten erbrachten Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins in vielen Arbeitsstunden. Ein ganz besonderer Dank geht hier an Herrn B. Zevens. Die Einweihung erfolgte am 03. Oktober 2000 durch Herrn Bürgermeister Joeken und Pfarrer Weskamp, unter grosser Teilnahme der Bevölkerung.

Wiederum 2 Jahre später hat der Heimat- und Verkehrsverein auf den drei Verkehrsinseln der Kranenburgerstrasse Rosenbeete angelegt. Hunderte Rosensträucher wurden gepflanzt und werden weiterhin vom HVV gepflegt.

Daneben wird auch das kulturelle Wirkungsfeld sorgsam gepflegt. Neben anderen konzertanten Veranstaltungen wird seit langem in der Vorweihnachtszeit eines jeden Jahres am 2. Advents-Sonntag ein vorweihnachtliches Konzert auf dem Dorfplatz angeboten, in den letzten Jahren mit einem Besuch des Hl. Nikolaus, der die Kinder des Dorfes überrascht.

Aufgegriffen wurde daneben die Tradition des Errichtens des Mai-Baums am 30. April jeden Jahres.

In Kooperation mit allen anderen Vereinen und Gruppen wird das dörfliche Leben gemeinsam gestaltet. Dabei ist hier die Neubelebung der Donsbrügger Kirmes hervorzuheben. Die These "Einigkeit macht stark" wird in unserem Dorf großgeschrieben.

Das hat sich auch Säuberungsaktionen der Straßenränder und des Waldes gemeinsam mit Mitgliedern der St. Johannes-Schützenbruderschaft bewährt, ebenso bei einer großangelegten Blumenzwiebel-Pflanzaktion im November 1996, bei der die Straßenböschungen mit 11.000 Blumenzwiebel-Knollen bepflanzt wurden. Leider haben unvernünftige Menschen immer wieder die Blumen abgerissen, Knollen aus der Erde geholt, sodass diese Blumenpracht immer kümmerlicher wird.

Vor einigen Jahren wurde das Angebot des Heimat- und Verkehrsvereins durch ein- und zweitägige Studienfahrten in das In- und Ausland beachtlich erweitert.

Inzwischen haben daneben große Studienfahrten stattgefunden,

 

??1992

Schweden und Norwegen

??1993

Wien, Budapest und Prag

??1994

USA

??1995

Norwegen

??1996

Florida (USA)

??1997

Venedig, Florenz und Rom

??1998

Schweden im Sommer

Santiago de Compostella im Herbst

??1999

Kalifornien und Hawaii im Sommer

Cote d´ Azur im Herbst

??2000

die Neuen deutschen Bundesländer

??2001

Österreich, Ungarn und Tschechien

??2002

Malta

??2003

Finnland und Norwegen mit Nordkap und Lofoten

??2004

Polen

??2005

Dresden

??2006

Cornwall

??2007

Italien (Toskana und Rom)

??2008

Kroatien



An diesen Studienfahrten haben zahlreiche Personen teilgenommen, wobei zweifellos das "Highlight" die 3 USA-Reisen waren, mit bis zu 200 Teilnehmern.

Jeweils im Herbst werden 5-tägige Studienfahrten innerhalb Deutschlands durchgeführt, Ziele waren u.a. der Bodensee, Thüringen, das Erzgebirge, Berlin und auch Dresden und Leipzig, Straßburg, der Schwarzwald, München usw.

Zur Tradition geworden ist im Frühjahr immer eine Fahrt in die Niederlande zur Blumenzwiebel-Blüte, sei es der Keukenhof, der Blumenkorso von Nordwijk nach Lisse oder insbesondere die Blumentage in Anna-Paulowna und Breezand (Nordholland), mit den einmaligen Blumen-Mosaiken.

Als im August 2002 Sachsen von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht wurde, stand schnell fest, hier muss geholfen werden. Innerhalb weniger Tage trafen sich auf Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins Donsbrüggen aller örtlichen Vereine und Verbände. Beschlossen wurde die Durchführung eines Dorf-Festes am 03.10.2002 auf dem Dorfplatz. Gemeinsam haben die Beteiligten beschlossen, den stark betroffenen kleinen Ort Weesenstein im Müglitztal zu helfen.

Trotz schlechten Wetters am 03.10.2002 konnte in der gemeinsamen Aktion ein stolzer Reinerlös von 8.100,00 € erzielt werden. 

Diese Bilder aus Weesenstein waren es, die uns alle erschütterten: 

 

 

Noch im Oktober haben Vorstandsmitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins in Weesenstein Herrn Pfarrer i.R. Berthold übergeben wurde, der im dortigen Spendenkomitee eine führende Rolle inne hatte, mit der Maßgabe, dieses Geld nicht „in den großen Topf“ zu tun, sondern den Familien und Personen zu geben, bei denen die Not am Größten war und die nicht durch Versicherungen entschädigt wurden. Es besteht erfreulicherweise nach wie vor Kontakt nach Weesenstein, Herr Pfarrer Berthold mit Gattin besuchte uns im März 2004, brachte die Grüße seiner kleinen Gemeinde Weesenstein (180 Einwohner vor der Flut) und hielt sowohl in der Jahreshauptversammlung des HVV wie auch einen Tag später für alle Interessierten einen bewegenden und mitreißenden Vortrag über sein Heimatdorf, die Menschen und die Flut mit ihren schlimmen Folgen.    Der Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Donsbrüggen besteht aus zehn Personen, an der Spitze seit 1988 Josef Verweyen. Zuvor hatte Peter Hendricks, seit der Gründung des Vereins 19 Jahre die Geschicke des Heimat- und Verkehrsvereins Donsbrüggen gelenkt. Diese Kontinuität in der Vereinsführung ist sicherlich ein Garant für die erfolgreiche Arbeit im Verein und besonders für unser Dorf Donsbrüggen.

MdH